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CVP-Nationalrat Martin Candinas macht Druck: Schnelles Internet für alle

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Die Corona-Krise hat das Arbeitsleben in der Schweiz innert Kürze verändert: Hunderttausende Angestellte im Homeoffice, Hunderttausende Schüler und Studenten im Homeschooling. Ein gewaltiger Digitalisierungsschub.

Das brachte die Telekommunikationsinfrastruktur manchenorts aber an den Anschlag. «Während die Internetversorgung in den Städten ausreichend war, litten viele Familien und Firmen in ländlichen Regionen und Agglomerationen unter mangelnder Internetgeschwindigkeit», sagt CVP-Nationalrat Martin Candinas (39). «Das muss sich ändern. Wir brauchen ultraschnelles Internet für alle.»

Der Bündner untermauert seine Forderung mit einer Statistik: Per Ende 2019 waren 3,9 Millionen beziehungsweise 74 Prozent der Wohnungen und Geschäfte mit Ultrabreitband – also einer Geschwindigkeit von mehr als 80 Megabits pro Sekunde – erschlossen. «Vom restlichen Viertel spricht kaum jemand», moniert Candinas. Dabei handelt es sich immer noch um 1,4 Millionen Wohnungen und Geschäfte.

Bislang 10 Megabit

«Gerade für diese muss die Politik sorgen, da hier vielfach ein Marktversagen herrscht und die Swisscom keine Anreize für Investitionen hat», so Candinas. Er hat deshalb in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats eine Motion angeregt, welche Erhöhung der Internet-Mindestgeschwindigkeit in der Grundversorgung auf 80 Megabit pro Sekunde ab 2023 verlangt.

Die Kommission unterstützt das Anliegen ohne Gegenstimme. Jetzt muss der Bundesrat dazu Stellung nehmen. Die von Candinas geforderte Erhöhung wäre eine deutliche Verbesserung. Seit Anfang Jahr gilt eine Mindestgeschwindigkeit von 10 Megabit pro Sekunde. Bereits diese Erhöhung von vorher bloss 3 auf neu 10 Megabit pro Sekunde geht auf einen Vorstoss des Bündners zurück.

Stadt-Land-Graben reduzieren

Doch die technische Entwicklung schreitet rasch voran, deshalb drückt der CVP-Mann aufs Gas. «Die Nachfrage nach Bandbreite verdoppelt sich in etwa alle zwanzig Monate» sagt er. Für ihn ist daher klar: «Um den digitalen Graben zwischen städtischen und peripheren Regionen zu reduzieren, muss umgehend gehandelt werden.»

Der Vizepräsident der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete hat auch die wirtschaftliche Entwicklung der Randregionen im Auge: Er denkt dabei an dezentrale Arbeitsplätze und weniger Pendlerströme. Denn: «Wenn die Internetgeschwindigkeit nicht genügt, ist man auf verlorenem Posten.»

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